Garvins Welt

Ein Landseer erobert die Herzen!

 

 

 

 

Der Landseer

(kein schwarz-weißer Bernhardiner und auch kein Pony!)

 

 

Woran man erkennt, dass man einen Landseer hat:

- du hast gelernt gezwungen zu lächeln, wenn dich einer fragt, ob du denn einen Sattel für
"das Ding" hättest.

- alle Leute, die du beim spazieren gehen triffst, kennen deinen Hund mit Namen und du hast keine Ahnung, wer diese Leute sind.

- du hast immer ein Bandmass dabei, wenn du ein neues Fahrzeugkaufen gehst

- du musst beim Zähneputzen zur Seite treten, weil dein Hund trinken will.

- du zeigst ein Bild von deinem Hund und deinen Kindern, und die erste Person, auf die Du hinweist, ist dein Hund.

- deine Schenkel sind grün und blau, weil sie permanent von einem fröhlich wedelnden Schwanz gepeitscht werden.

- Aller Krims-Krams im Haus wird über der 2m-Marke aufgestellt.

- du hast ein extra Sofa angeschafft - nur für den Hund.

- du wirfst deinem Hund einen Ball zu und erschrickst zu Tode, wenn er mit dem Kopf am
oberen Türrahmen hängenbleibt

- du verstaust dein Lieblingsgebäck auf dem obersten Regal in der Küche und wenn du nach Hause kommst ist alles weg und dein Hund hat Puderzucker um die Nase.

- du fährst mit deinem Hund spazieren, und da sein Kopf auf deinem rechten Arm ruht, steuerst du vornehmlich ungeplante Rechtskurven.

- deine Freunde benehmen sich immer höflich in deinem Haus, denn keiner traut sich, sich
mit dir zu verfeinden.

- das Geräusch von fließendem Wasser lässt dich aufspringen und laut "RAUS!!!" rufen

- dein Hund kann einen ganzen Klumpen Butter mit einem Happs runterschlucken.

- du hast es mit den Wasserschüsseln längst aufgegeben, denn dein Hund bevorzugt die Badewanne.

- deine Freunde und Kollegen haben längst aufgegeben, dich zu fragen, wo denn das blaue
Auge herstammt.

- dein Freund platziert einen Gegenstand an einen Ort, "wo der Hund es nicht erreichen kann" und der einzige, der hinlangen kann, ist dein Hund.

- du musstest deinem Hund beibringen, nicht die Teller abzulecken, während sie im Spülstein stehen.

- du kaufst noch immer einen Kleinbus, obwohl deine Kinder schon längst ihre eigenen Familien haben und schon vor Jahren ausgezogen.

- du benutzt die Mikrowelle als Versteck für dein Essen.

- du hörst dieses schwere Atmen in deinem Ohr und es ist nicht dein Ehepartner.

- deine Einkaufsrechnung ist über 50.00 € und du hast nur eine Packung Eier für dich selber gekauft.

- während du an einer roten Ampel stehst, wirst du von anderen Verkehrsteilnehmern komisch angeschaut, weil dein Auto auf- und niederwippt im Gleichtakt mit dem hechelnden Hund, der zum Fenster raushängt.

- du dich mit jemanden unterhältst und die Nase deines Hundes ist fest zwischen deinen Beinen verankert

- dein Hund imstande ist, einen ganzen Tennisball (und viele andere Dinge) in seinen Lippen zu verstecken, und dich mit diesem Unschuldsblick "Ich fresse doch gar nix" anguckt.

- du mit einer Freundin und Hund spazieren gehst, und sie später meint, du solltest doch mal eine Untersuchung anstellen, inwiefern dein Hund zur Umweltverschmutzung beiträgt.

- all deine Gäste dein Haus betreten und ihre empfindlichsten Körperteile schützend mit den Händen bedecken.

- du dein Auto staubsaugst und du die meisten Haare unter dem Dach verteilt findest.

- du versuchst, dich aus dem Haus zu schleichen, da du Angst hast, deine Hunde werden dein Make-up verschmieren.

- dein Hund genau sehen kann, was du zum Abendessen kochst und er versucht eifrig, dir bei der Vorbereitung zu helfen.

- du krampfhaft versuchst, ihn zwischen den Beinen zu halten, während es an der Tür klingelt und du statt dessen im gestreckten Galopp zur Tür "reitest".

- du einen Fernseher mit Grossbildschirm kaufst und du kannst noch immer nicht sehen, was im Fernsehen läuft, weil dein Hund davorsteht.

- dein gelangweiltes Hundchen nach einer Operation sich plötzlich dazu entschließt, aufzustehen und durch die Praxis beim Tierarzt zu düsen - natürlich ist das Gerät mit der intravenösen Flüssigkeit hinter ihm auf Rollen

- du auf der Straße einen Chihuahua siehst und leise vor dich hinmurmelst: "Mein Hund macht größere Sch....haufen...!

- dein Nachbar dich ganz aufgeregt anruft und dir mitteilt, dass er Bärenspuren in seinem Garten gefunden habe.

- dich Leute fragen, ob dein Hund die Persönlichkeit eines Hundes oder einer Kuh hat.

- du nach Hause kommst und eine Riesenpfütze auf deinem Küchenboden vorfindest, weil dein Hund rausgefunden hat, wie man die Eiswürfelmaschine bedient.

- dein Hund in der Hundeschule in aller Öffentlichkeit einen lauten F....z lässt und dann sein Hinterteil im Kreis jagt um zu sehen, wo denn das laute Geräusch herkam.

Und jeder Landseer - Besitzer wird nun mit einem Lächeln im Gesicht feststellen, wie normal sein Leben doch eigentlich ist und er nicht alleine auf der Welt ist !

(Quelle: unbekannt)

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Der Landseer generell:

Der Landseer ist eine sehr alte Hunderasse, die ihren unmittelbar feststellbaren Ursprung in Neufundland hat. Er wurde von britischen Fischern nach England gebracht. Allerdings ist anzunehmen, dass der Landseer von Hunden der "alten" Welt abstammt. Denn baskische Walfänger überwinterten lange vor den Briten im nördlichen Teil Neufundlands. Da es üblich war, auf Schiffen Hunde mit zu führen, ist es wahrscheinlich, dass diese Basken von großen nordspanischen Hunden begleitet wurden, die im Frühjahr häufig zurückgelassen wurden.

In England wurden die Hunde als "Newfoundland Dogs" beliebte Hunde des englischen Adels und des Großbürgertums, mit denen man sich gerne schmückte. Der Maler Sir Edwin Henry Landseer, einer der bekanntesten englischen Tiermaler seiner Zeit, war von dem weiß-schwarzen Hund begeistert und malte ihn in zahlreichen Motiven, was die Bekanntheit des Hundes noch steigerte. Schließlich wurde aus dem "Newfoundland Dog" der "Landseer Dog".

Heute unterscheiden sich die beiden aus den Newfoundland Dogs hervorgegangenen Rassen Landseer und Neufundländer deutlich. Der Kopf des Landseers wirkt nicht so massig, die Schnauze ist etwas länger und nicht so stumpf. Insgesamt ist er etwas größer und wirkt agiler als der Neufundländer.

Der Landseer ist ein großer Hund mit imposanter Gestalt und wird bis 80 cm groß oder teilweise auch noch größer. Die dreieckigen Ohren sind mittelgross und wenn sie gegen die Augen gelegt werden, reichen sie bis zum inneren Augenwinkel. Das Deckhaar ist durchsetzt mit Unterwolle. Auffällig ist die weiße Grundfarbe mit schwarzen Platten, die auf dem Rumpf und der Kruppenpartie verteilt sind. Der Kopf ist schwarz, als Zuchtfestigung gilt eine nicht zu breite symmetrische weiße Blesse und eine weiße Schnauzenpartie. Die Läufe, die Brust, der Hals, die Rute und der Bauch müssen weiß sein. Für einen Hund dieser Größe und Masse wird er mit 10 bis 13 Jahren recht alt.

Der Landseer gilt als wacher, aktiver und temperamentvoller als der Neufundländer. Er hat einen natürlichen Wach- und Schutztrieb und ist sehr menschenbezogen. Als Erbe seiner spanischen Vorfahren, die über Jahrhunderte ihre Herden gegen Wölfe und Bären verteidigten, erkennt ein Landseer selbstständig Gefahren und ist in der Lage, instinktiv eigenständige Entscheidungen zu deren Abwehr zu treffen. Schon seit dem 19. Jahrhundert hat er den Ruf, Menschen eigenständig vor dem Ertrinken zu retten, weswegen er auch heute noch als Wasserrettungshund an Seen und an den Küsten eingesetzt wird. Eine weitere Verwendung findet der Landseer verstärkt auch als Therapiehund, da er generell sehr lernfreudig ist und ihn in der Regel eine Menschen gegenüber hohe Reizschwelle auszeichnet.

Entsprechend erzogen, ist der Landseer ein sehr gut geeigneter Familienhund. Daher erfordert das Halten eines Landseers eine zwar liebevolle, aber dennoch stets konsequente Erziehung, die möglichst frühzeitig beginnen sollte. Für einen Landseer, insbesondere für einen Rüden, darf seine (untergeordnete) Stellung im 'Rudel Familie' nie in Frage stehen, da er ansonsten versucht sein könnte, selbst die Führung zu beanspruchen. Eine Begleithundausbildung ist sinnvoll und zu empfehlen; für eine besondere Ausbildung als Schutzhund ist er demgegenüber eher ungeeignet, da eine sklavische Unterwerfung seinem Wesen fremd ist.

Zur Entfaltung seiner vielen positiven Eigenschaften benötigt der Landseer aber einen engen Kontakt zu seiner Familie. Er ist daher nicht für eine Zwingerhaltung geeignet. Ideal zur Haltung eines Landseers ist ein Haus mit eingezäuntem Areal, wo sich der Hund frei bewegen kann. Bei Spaziergängen ist er ein aufmerksamer Begleithund. Darüber hinaus ist er ein angenehmer und regelmäßig ruhiger Haushund, der nicht ohne Grund bellt. Zu Gästen des Hauses verhält er sich freundlich; Fremden gegenüber verhält er sich wachsam und reserviert.

 

(Quelle: in Anlehnung an Wikipedia)